Vini Yoga

Der Begriff Viniyoga wurde durch T. Krishnamacharya und seinen Sohn TKV Desikachar geprägt.

Viniyoga wird in Patanjalis Yoga-Sutra beschrieben  - YS 3.6 "tasya bhumisu viniyogah"  - und besagt, dass die Yogapraxis/Meditationspraxis stets der jeweiligen Stufe (bhumi), auf der sich der Übende befindet, zu gestalten ist., d.h. die Schritte der Praxis müssen ganz individuell zum jeweils Übenden passen.

Viniyoga ist die individuell angepasste Anwendung der Mittel und der Methoden, die Yoga bietet. Es ist ein therapeutischer Yoga, der eine größere Sensibilisierung des Menschen für seine eigenen Bedürfnisse anstrebt.

Viniyoga ist daher keine neue Yogaform, sondern die traditionelle Bezeichnung für die Kunst, die Yogapraxis individuell den körperlichen Voraussetzungen und Erfordernissen der augenblicklichen Situation entsprechend auszurichten.

Die Yogapraxis in der Viniyoga-Tradition wird dynamisch in Verbindung mit dem Atem geübt. Die Länge und Feinheit des Atems regulieren den körperlichen Einsatz, so dass die Haltungen stabil, angenehm und bequem sein können.

Ein wesentliches Elements des Yogaunterrichttes in dieser Form wird als "vinyasa krama"  bezeichnet und bedeutet, dass eine schrittweise Anordnung von Teilübungen aufeinander aufbauen und ein bestimmtes Ziel verfolgen. Z.B. das Erreichen einer bestimmten Übung, dessen Ausführung in einem einzigen Schritt oft entmutigend oder auch riskant sein kann.

"Unterrichte, was in dir ist. Aber nicht das, was für dich passt, sondern wie es für dein Gegenüber passt."

T. Krishnamacharya